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14.11.2017 - 19:57 Uhr   |   Panorama

Ruhani sagt raschen Wiederaufbau der Erdbebengebiete zu


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Eine Rettungskraft sucht mit einem Spürhund nach Überlebenden. Foto: Vahid Salemi
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Menschen sitzen im Bebengebiet auf Trümmern, während Rettungskräfte nach Überlebenden suchen. Foto: Vahid Salemi
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Menschen stehen im iranischen Darbandikhan vor den Ruinen eines zerstörten Hauses. Foto: Berci Feher
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Zerstörung im iranischen Sarpol-E-Zahab. Foto: Vahid Salemi
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Eine Frau trägt ihre Habseligkeiten aus ihrem zerstörten Zuhause. Foto: Vahid Salemi
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Nach dem schweren Erdbeben haben viele Menschen die Nacht im Zelt verbracht. Foto: Kyodo
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Ein Mann sitzt nach dem schweren Erdbeben auf einem Sessel. Foto: Kyodo

Sare Pole Sahab/Kermanschah (dpa) - Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen raschen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt. 

«Heute stehen alle Iraner hinter Kermanschah, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können», sagte er am Dienstag nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet.

Die Regierung in Teheran werde alles tun, damit die vom Beben betroffenen Städte rasch wieder aufgebaut werden können. «Unser Fokus sind Wohnkomplexe, da müssen wir den Menschen bei dem Aufbau besonders zur Seite stehen», sagte Ruhani, der sich vor Ort ein Bild machen wollte.

Am Dienstagabend kam es in Teheran auch zu einer dringenden Krisensitzung der iranischen Führung mit dem obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei. «Die Sympathien mit den Erdbebenopfern sollten dringend in Taten umgesetzt werden», sagte Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat. Es sollte alles mögliche unternommen werden, damit das Leid der Menschen verringert wird.

Nach jüngsten offiziellen Angaben kamen nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 432 Menschen ums Leben. Außerdem wurden fast 7900 Verletzte gezählt. Der Mittelpunkt des Bebens lag in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dem iranischen Fernsehen, dass von den fast 7900 Verletzten, über 1000 schwerer verletzt seien. 200 von ihnen mussten wegen ihrer Verletzungen in die Hauptstadt Teheran gebracht werden.

Verwirrung gab es am Dienstag wegen eines Berichts der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Diese hatte von 530 Toten berichtet, fast 100 mehr als die vom Innenministerium angegebene amtliche Opferzahl. Es hieß, dass in manchen vom Beben betroffenen Dörfern die Menschen ihre Toten ohne amtliche Erlaubnis und Registrierung begraben hätten. Später revidierte IRNA diese Darstellung ohne Erklärung und stützte sich wieder auf die vom Innenministerium genannte Opferzahl.

Die weitaus meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze. Am schlimmsten traf es die beiden Grenzstädte Sare Pole Sahab und Ghassre Schirin. Trotz der Kälte verbrachten viele Menschen in der Provinz die Nacht angesichts von mehr als 200 Nachbeben im Freien.

In Sare Pole Sahab haben viele Stadtteile immer noch keinen Strom, kein Gas und kein Wasser. Außerdem sollten die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen. Aber noch haben viele kein Zelt. Nach Ansicht vieler Einwohner wurden die Zelte in den Erdbebengebieten nicht gerecht verteilt.

Die Regierung erklärte den Dienstag zum staatlichen Trauertag. Insgesamt beschädigte das Beben nach offiziellen Angaben 30 500 Wohnkomplexe. 15 500 davon seien komplett zerstört, 15 000 seien nicht mehr zu bewohnen. Zu diesen Siedlungen gehören auch die, die Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad in der Provinz hatte bauen lassen. Die meisten der Gebäude, die der Hardliner stolz «Haus der Nächstenliebe» nannte, sind nicht mehr bewohnbar. «Das ist schon sehr peinlich», sagte Ruhani ironisch über das Projekt seines Vorgängers und politischen Rivalen. Einige Einwohner sagen, Baustandards seien ignoriert worden.

Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. «Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff», schrieb er am Dienstag auf seiner Twitter-Seite. Er werde seine Kollegen bei Bedarf in Kenntnis setzen.






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