1.200 Euro Corona-Prämie für Mitarbeiter im Klinikum Hoyerswerda

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Das Lausitzer Seenlandklinikum Hoyerswerda ist wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt. Verschobene Operationen werden nachgeholt, ambulante Sprechstunden gehalten. Die dritte Corona-Welle sei so gut wie überstanden, sagte Geschäftsführer Mirko Papenfuß. Die Isolierstation wurde geschlossen. Das Pflegepersonal ist wieder in seinen Bereichen. Im Seenlandklinikum liegen derzeit noch zehn Covid-19-Patienten, davon sieben auf der Intensivstation. Seit Beginn der Pandemie wurden über 800 Corona-Patienten behandelt.

Ärzte und Pflegekräfte sind  in dieser Zeit an ihre physischen und psychischen Grenzen gekommen. Arbeiten unter Vollschutz - acht Stunden, das hat an den Kräften gezehrt. Covid-Patienten sterben zu sehen, hinterließ ebenfalls Spuren. "Manchmal wurden an einem Tag zwei bis drei Leichensäcke zugezogen.", so Chefarzt Heiko Sahre.  Die Klinikleitung bietet psychologische Betreuung an. 

"Aber das Miteinander in der Pandemie hat uns am meisten geholfen. Wir sind zusammengerückt", findet der Mediziner.

Noch in diesem Monat sollen die Mitarbeiter eine Corona-Prämie erhalten. "Für jeden Vollzeitbeschäftigten gibt es rund 1.200 Euro", verspricht der Geschäftsführer. Diesen Bonus sollen auch die Mitarbeiter der Servicegesellschaften bekommen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth