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1.500 Militärfahrzeuge rollen durch Oberlausitz

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Die Oberlausitz wird wieder zur Drehscheibe für Militärkonvois. Rund 3.000 amerikanische Soldaten werden auf dem Weg zum Manöver „Defender-Europe 20“ Rast auf dem Truppenübungsplatz einlegen. Sie kommen mit 1.500 Fahrzeuge über die A 4, B 115 und 156 – und zwar in zwei Wellen Ende März und Ende April.

Die Kolonnen sind  rund 1.200 Meter lang. Sie bestehen aus rund 20 Militärfahrzeugen. Um die Belastung für Anwohner und andere Kraftfahrer möglichst gering zu halten, werden die Truppentransporte überwiegend in den Nachtstunden unterwegs sein.  Kampfpanzer und schweres Gerät werden auf Züge verladen. Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz wird ein Servicepunkt eingerichtet. Dort können die Soldaten Proviant fassen und eine Mütze voll Schlaf nehmen. Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Osten.Die Bundeswehr bietet Einwohnern eine Informationsveranstaltung in Weißwasser an.

„Defender Europe 2020“ ist die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte über den Atlantik seit 25 Jahren. Testweise sollen etwa 20 000 Soldaten von den USA quer durch Deutschland nach Osteuropa verlegt werden. Einsatzorte sind Polen und das Baltikum. Unter Führung der US-Streitkräfte nehmen insgesamt rund 37 000 Soldaten aus 18 Ländern an der mehrmonatigen Übung teil. „Die Übung dient der Abschreckung und damit der Sicherheit Europas“, sagte Brigadegeneral Hartmut Renk, Chef des Stabes von US Army Europe.