130-Kilo-Granate in Bad Muskau gesprengt
In Bad Muskau ist am Nachmittag eine rund 130 Kilogramm schwere Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden. Das Geschoss war bei Schachtarbeiten auf einem Wohngrundstück entdeckt worden.
Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes brachten die Granate auf ein Feld an der Eiland-Kreuzung. Feuerwehrleute legten eine 500 Meter lange Wasserleitung zum Sprengort. Sie füllten eine einen Sack mit 8.000 Liter Wasser. Die sogenannte Sprengblase wurde über die Granate gestülpt, um so die Druckwelle bei der Detonation zu verringern.
Die Polizei zog einen Sperrkreis von rund einem Kilometer um das Geschoss. Umliegende Straßen wie die B 156 werden gesperrt. Dann wurde die Granate gesprengt. Kurz nach 17 Uhr gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst Entwarnung.
Die Granate wurde vermutlich von einem russischen Artilleriegeschütz abgefeuert. In der Region tobten vor 75 Jahren erbitterte Kämpfe.