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1.000 DDR-Akten belegen damaligen Zustand der Bautzener Altstadt

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Sie lagen jahrelang auf einem staubigen Dachboden, wurden gerettet und in das Bautzener Stadtarchiv gebracht. Dort wurden sie nun aufgearbeitet: rund 1.000 Bauamtsakten aus DDR-Zeiten.  Die Unterlagen geben Einblicke in ein Kapitel DDR-Mangelwirtschaft, mit denen viele Einwohner konfrontiert waren. Wer damals in der Altstadt lebte, wurde nichtunbedingt  beneidet. Wer eine Wohnung in der „Platte“ in Gesundbrunnen zugewiesen bekam, hatte das große Los gezogen. Es war  fast wie ein Fünfer im Tele-Lotto.

Die archivierten Akten geben Auskunft über den Zustand nahezu aller Wohnhäuser in der Bautzener Altstadt in einem Zeitraum von 1960 bis 1988.  Sie belegen auch die erfolglosen Versuche der Mieter über Eingaben beim damaligen VEB Gebäudewirtschaft eine Verbesserung ihrer Wohnverhältnisse zu erreichen.

Die Bauamtsakten können nun nahezu lückenlos im Stadtarchiv Bautzen eingesehen werden.

Audio:

Interview mit der Leiterin des Bautzener Archivverbundes, Grit Richter-Laugwitz