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15 Millionen Euro für Sicherung der Lausitzer Trinkwasserversorgung

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Kräftige Finanzspritze für die Sicherung der Trinkwasserversorgung im Lausitzer Revier. Der Trinkwasserverbund kann vier Projekte umsetzen. Er hat dafür 15 Millionen Euro  bekommen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke übergab gestern Abend die Förderzusagen.  Damit können zwei energieautarke Druckerhöhungsstationen errichtet werden.  Außerdem ist der Bau von zwei Fernleitungen geplant. 

 Die Region steht vor einem Problem. Im Wasserwerk Schwarze Pumpe werden die Schieber bald geschlossen. Dort wurde bislang Wasser aus den Kohlegruben gereinigt und abgegeben. Neue Aufbereitungs- und Speicherkapazitäten müssen her, damit die rund 250.000 Einwohner nicht auf dem Trockenen sitzen.

Wasser brauchen außerdem die Industriestandorte wie Schwarze-Pumpe, Schwarzheide, Bernsdorf und Kamenz. Der Bedarf wird noch steigen. Denn weitere Unternehmen werden sich im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz niederlassen.Die Ertüchtigung des Leitungsnetzes aus den 1950er Jahren wird etwa zehn Jahre in Anspruch nehmen und  reichlich 100 Millionen Euro kosten.

Die Lausitz muss Tempo machen bei der Sicherung einer stabilen Trinkwasserversorgung, so Woidke mit Blick auf das Kohleausstiegsdatum 2038. Er übergab  zwei Förderschecks in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Region stehe vor drei Herausforderungen.

Audio:

Drei Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung in der Lausitz. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke
Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Christoph Maschek, dem Vorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL)