18 Ermittlungsverfahren in Ostritz
In Ostritz kehrt wieder Alltag ein. Die letzten Teilnehmer des Neonazi-Festivals reisten gestern Nachmittag ab. Die Polizei sprach von einem insgesamt ruhigen Einsatz. 18 Ermittlungsverfahren wurden aufgenommen, davon sechs wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Sichergestellt wurden Messer, Sturmhauben und Tierabwehrsprays. Die rote Karte wurde einer Rechtsrock-Band gezeigt. Sie hatte ein Lied mit strafbarem Text gespielt, so die Polizei. Gegen die Bandmitglieder wird nun ermittelt. An Verkaufsständen des sogenannten Schild- und Schwertfestivals wurden T-Shirts und CD‘s mit verbotenen Aufdrucken bzw. Inhalten sichergestellt. Nach Einschätzung der Polizei kamen zum Neonazi-Treffen deutlich weniger Teilnehmer als im April. Der Gegenprotest sei friedlich verlaufen, so Kriminaldirektor Klaus Hecht. Bis zu 900 Polizisten waren im Einsatz, darunter auch Kräfte aus anderen Bundesländern, z.B. aus Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg.