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2,8 Millionen VW-Fahrzeuge in Deutschland manipuliert - Müller wird neuer VW-Chef

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Von den Manipu­la­tionen bei Abgas­mes­sungen an Diesel­wagen bei Volks­wagen sind 2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutsch­land betroffen. Das sagte Bundes­ver­kehrs­mi­nister Alexander Dobrindt am Freitag im Deutschen Bundestag. Betroffen sind nicht nur Diesel-Pkw, sondern auch leichte Nutzfahr­zeuge wie zum Beispiel der VW-Trans­porter.Am Freitag­abend gab der VW-Aufsichtsrat bekannt: Porsche-Chef Matthias Müller wird Nachfolger von Martin Winter­korn. Müller ist in Limbach-Oberfrohna geboren.VW hat am Freitag eine Gewinn­war­nung heraus­ge­geben - 6,5 Milli­arden Euro wurden für mögliche Schaden­er­satz­for­de­rungen zurück­ge­legt. Wieviel am Ende bezahlt werden muss, ist aber noch völlig unklar. Auswir­kungen könnte das vielleicht auch bei uns in Sachsen haben. Im Zwickauer Rathaus droht mögli­cher­weise wegen sinkender Gewer­be­steu­er­ein­nahmen ein Sparhaus­halt. Ob auch die VW-Stand­orte in Chemnitz und Dresden darunter leiden könnten, ist aktuell nicht abzusehen. Nach seinem Rücktritt als VW-Konzern­chef neigt sich für Martin Winter­korn wohl auch seine Zeit als Vorsit­zender der Dachge­sell­schaft Porsche SE dem Ende entgegen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Konzern­kreisen erfuhr, soll der 68-Jährige unter keinen Umständen an der Spitze der einfluss­rei­chen Unter­neh­mens bleiben. Der Porsche SE gehört die Mehrheit von Volks­wagen. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet, dass Winter­korn im Amt bleiben wolle. Ein Unter­neh­mens­spre­cher wollte sich zu den Speku­la­tionen nicht äußern, verwies am Freitag­morgen aber darauf, dass Winter­korn bei der Porsche SE weiterhin im Amt sei.