30 Jahre danach - Hoyerswerda will Opfer von Ausschreitungen zu Wort kommen lassen
30 Jahre nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda sollen damals Betroffene zu Wort kommen. Die Stadt plant am 17. September eine Podiumsdiskussion mit ehemaligen Gastarbeitern aus Mosambik und Vietnam.
Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh wünscht sich außerdem, dass auch jene zu Wort kommen, die damals Steine geworfen oder weggeschaut haben. Sie sollten ehrlich sagen, wie sie sich gefühlt hatten. Das helfe mehr als zu sagen, „die waren es“, so der OB. Neonazis hatten damals ausländische Gastarbeiter angegriffen. Scheiben des Ausländerwohnheimes wurden eingeschlagen, Brandsätze geworfen.
Hoyerswerda will außerdem mit den Bürgermeistern von Rostock, Mölln und Solingen diskutieren. Auch in diesen Städten war es zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen bzw. Brandanschlägen gekommen.