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30 Jahre nach Mauerfall Ost-West-Hochzeit in Görlitz

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Mit Feierstunden, Kranzniederlegungen und Glockengeläut wird heute in der Lausitz an zwei historische Ereignisse erinnert: an den Mauerfall von 1989 und an die Reichspogromnacht von 1938. In der Görlitzer Frauenkirche wird am Abend eine ökumenische Andacht gehalten. Im Anschluss führt ein Lichterweg mit Kerzen zur ehemaligen Synagoge.

In Spremberg läuten um 17 Uhr für eine Viertelstunde die Glocken. Es soll ein Zeichen zum Innehalten und Nachdenken sein. Im Kamenzer Rathaus berichten am Abend Zeitzeugen über die friedliche Revolution 1989.

30 Jahre nach dem Fall der Mauer gibt sich heute  ein Ost-West-Paar in Görlitz das Jawort. Antje und Franz lernten sich vor mehr als zehn Jahren kennen und lieben. Er zog wegen der Arbeit von Düren nach Görlitz. Dort traf er seine Antje. Sie ist 50, er zwei Jahre älter.

Wir haben in dieser Woche Zeitzeugen vorgestellt – einen Bausoldaten, eine Intershopverkäuferin, eine Frau, die am 9. November ihren Ausreiseantrag genehmigt bekam, und einem Generalsfahrer. Sie haben uns geschildert, wie sie den Tag erlebt haben und die Wochen davor und danach. Die Beiträge können Sie hier nachhören

Audio:

Antje und Franz haben sich drei Songs für ihre Trauung gewünscht

Thomas Preißler, Buchhändler, damals Bausoldat

Dagmar Reinhold, Kellnerin in Görlitz, damals Intershop-Verkäuferin in Dresden

Simone Hartmann, Chefin der Techniker Krankenkasse Sachsen, damals Journalistin in Dresden

Klaus-Peter Helbig, Rentner in Görlitz, damals Reservist der NVA, Fahrer der Generalität in Straußberg, NVA-Verteidigungsministerium