• Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

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30 Straftaten in 40 Stunden an der Neiße

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Die großangelegte, 40stündige Kontrolle gegen Grenzkriminalität an Oder und Neiße ist abgeschlossen.  Allein zwischen Bad Muskau und Zittau waren 700 Polizisten im Einsatz. Sie kontrollierten über 1.700 Fahrzeuge und fast 2.900 Reisende. Dabei wurden 30 Straftaten festgestellt, darunter Diebstähle, Drogendelikte, gefälschte Ausweise und ein Tankbetrug.

Ein Auszug aus dem Polizeibericht:

Dienstag

Im Zuge der Ausreise stellten Beamte gegen 23:00 Uhr am Grenzübergang Görlitz Stadtbrücke im Kofferraum eines polnischen Pkw einen ausgebauten Airbag fest. Der 41-jährige Tatverdächtige wurde wegen des Verdachtes gegen das Sprengstoffgesetz zur Anzeige gebracht.

Mittwoch

Polizisten unterzogen gegen 04:50 Uhr auf dem Rastplatz Oberlausitz Süd einen VW Passat einer Kontrolle. Im Kofferraum des 31-jährigen Tatverdächtigen stellten die Beamten einen entwendeten Komplettradsatz eines Mercedes sowie weiteres Diebesgut fest. Die Überprüfung über die Polizeidirektion Chemnitz ergab, dass das Diebesgut aus einem Einbruch in Frankenberg stammte.

Nach einer Treffermeldung durch das automatisierte Kennzeichenerkennungssystem AKES konnte ein Lkw auf der Bundesautobahn 4 aufgenommen und in Nieder Seifersdorf abgeleitet werden. Die anschließende Kontrolle ergab, dass die Zugmaschine zur Eigentumssicherung ausgeschrieben war und aufgrund dessen sichergestellt wurde.

An der Kontrollstelle Hagenwerder missachtete der tschechische Fahrer eines Audi A 6, bei der Einreise nach Deutschland, das Anhaltezeichen der Kontrollkräfte. Bei dem Versuch die Kontrollstelle mit hoher Geschwindigkeit zu umfahren, kollidierte er mit der Leitplanke. Am Fahrzeug befanden sich gefälschte Kennzeichentafeln. Die zum Pkw gehörigen Kennzeichentafeln konnten im Fahrgastraum aufgefunden werden. Im Zuge der weiteren Maßnahmen stellte sich heraus, dass alle Insassen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, eine Person führte zudem circa 1 Gramm Marihuana mit sich.

Donnerstag

Donnerstagmorgen wurde der Polizei an der Rastanlage Oberlausitz-Süd ein Tankbetrug gemeldet. Zwei zunächst unbekannte Männer betankten einen Audi A 4 und verließen ohne zu bezahlen die Tankstelle. Gegen 06:45 Uhr stellten Beamte aufgrund der guten Personen- und Fahrzeugbeschreibung den Pkw in der Kontrollstelle auf der BAB 4 auf dem Parkplatz An der Neiße. Im vollgetankten Wagen befanden sich vier Männer im Alter von 21, 22, 29 und 30 Jahren. Durch Zeugenhinweise waren die Betrüger schnell überführt und der Betrug aufgeklärt.

Das war jedoch noch nicht alles, denn die Polizisten schauten sich den silbergrauen Audi nun genauer an und fanden im Inneren zahlreiche Parfüm-Flakons im Wert von mehreren tausend Euro sowie neuwertige Bekleidung. Eigentumsnachweise konnten die vier Männer nicht vorweisen, so dass die Polizisten von Diebesgut ausgingen und sämtliche Waren sicherstellten. Auch ein Rauschgiftspürhund schlug am Fahrzeug an. Der 29-Jährige hatte Amphetamine konsumiert. Bei den vier Tatverdächtigen klickten nun die Handschellen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth meldet sich von der Kontrollstelle an der Görlitzer Stadtbrücke