40 Millionen Euro für gemeinsames Fernwärmenetz in Görlitz und Zgorzelec
Görlitz und Zgorzelec haben 40 Millionen Euro für ihr gemeinsames Fernwärmeprojekt in Aussicht. Das gemeinsame Vorhaben steht auf der Liste der EU-Kommission. Es sei eines von drei grenzüberschreitenden Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, sagte Oberbürgermeister Octavian Ursu unserem Sender. Die Fördersumme entspricht der Hälfte der Gesamtkosten. Die andere Hälfte will sich Görlitz ebenfalls fördern lassen.
Beide Städte wollen bis 2030 eine gemeinsame klimaneutrale Fernwärmeversorgung aufbauen. Die beiden Netze sollen verbunden werden. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten die Bürgermeister Ursu und Gronicz im Sommer 2020 unterzeichnet. Görlitz und Zgorzelec wollen das Ziel in zwei großen Schritten erreichen.
Fernwärmeleitung von Görlitz nach Zgorzelec
So soll das Kohle-Heizwerk in Zgorzelec bis 2030 auf Biomasse umgestellt werden. In der zweiten Phase ist der Bau einer zweieinhalb Kilometer langen Fernwärmeleitung von Görlitz-Königshufen nach Zgorzelec geplant. Sie soll entweder über oder unter der Neiße verlaufen, sagte uns der Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz.
57.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen
In der Endausbaustufe wird der Stadtteil Königshufen zum überwiegenden Teil seine Fernwärme aus Zgorzelec bekommen. Weiterhin ist geplant, die Kraftwerke in den Görlitzer Stadtteilen Weinhübel und Rauschwalde umzurüsten. Ab 2030 könnten so 57.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Görlitz und Zgorzelec wären klimaneutral.