• Foto: Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

    Foto: Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

7.500 Oberlausitzer wollen zur "Sonnenallee"

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Autor: kmk/gs

Rund 7.500 Oberlausitzer wollen zum „Kürzeren Ende der Sonnenallee“. So viele Karten sind für das gleichnamige Theatersommerstück in Bautzen gestern zum Vorverkaufsstart ausgegeben worden. Vor der Kasse bildete sich zeitweise ein lange Schlange. Damit sind über 20 Prozent der Karten schon verkauft. Premiere für die Komödie „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ ist am 20. Juni. Für alle der 35 Vorstellungen gibt es noch Karten.

Die Komödie spielt in den 70er Jahren in Ostberlin in einer Zeit, in der es noch Abschnittsbevollmächtigte der Volkspolizei, verbotene Westmusik, FDJler und eine innerdeutsche Grenze gab. Micha ist 17 Jahre alt und wohnt im Osten in einer Straße, deren längeres Ende im Westen und deren kürzeres Ende in der DDR liegt - die Sonnenallee, dazwischen verläuft die strengbewachte Grenze. Hinter der Mauer lebt der Klassenfeind. Aber Osten hin, Westen her: Das Wichtigste für Micha sind seine Freunde, Musik und Mädchen. Da ist Miriam, die unbeschreibliche, unerreichbare Schulschönheit, der er sein Leben zu Füßen legt. Mit dem kritischen Blick der Jugend schauen sie auf die sie umgebende, grotesk anmutende Erwachsenenwelt zwischen Elternhaus, Schul- und FDJler Leben, Grenzposten, Stasi und Westverwandtschaft. Auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben müssen sie wählen zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, Liebe und Verrat. Natürlich spielt dabei auch die Musik eine große Rolle.

Thomas Brussig veröffentlichte seinen Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ im Jahre 1999, zeitgleich wurde die Verfilmung der SONNENALLEE (Regie: Leander Haußmann) ein Kinohit.