900 Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung im Kreis Görlitz
Das Jugendamt des Kreises Görlitz ist im vergangenen Jahr in 900 Fällen einer möglichen Kindeswohlgefährdung nachgegangen. Der Verdacht erhärtete sich in fast jedem zweiten Verfahren. In knapp einem Viertel der Fälle wurde zwar keine Gefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf. In den Fokus rückten 685 Kinder und ihre Eltern – vor allem nach anonymen Tipps.
Fast 340 Kindern waren vernachlässigt, rund 80 Opfer psychischer und über 50 körperlicher Gewalt. Das Amt holte wegen der akuten Gefährdungslage 68 Kinder und Jugendliche aus ihren Familien und brachte sie in Heimen oder bei Pflegeltern unter. 17 wurden in die Psychiatrie vermittelt. 100 Eltern erhielten ambulante Erziehungshilfe. Die Mitarbeiter des Jugendamtes stellten Schutzpläne auf, führten Gespräche mit Eltern und Jugendlichen.