Abriss in Mühlrose
Braunkohlegegner und Einwohner von Mühlrose machen gegen den Abriss von zwei Häusern mobil. Die Leag habe angekündigt, in den nächsten Tagen mit dem „Rückbau“ zu beginnen, teilte das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ mit.
Die Leag will so Fakten schaffen, obwohl das Sonderfeld Mühlrose nicht gebraucht werde, so das Bündnis. Gutachten hätten gezeigt, dass in den bereits genehmigten Tagebauen rund 80 Millionen Tonnen mehr Kohle verfügbar seien, als bis 2038 noch gebraucht werden. Mühlrose soll als letzter Ort in der Lausitz dem Bagger weichen.
Mit der Kohle will die Leag den Kraftwerksstandort Boxberg sichern. Für die rund 200 Einwohner werden derzeit ein paar Kilometer weiter in Schleife Baugrundstücke erschlossen.
Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ verwies darauf, dass nicht alle den Umsiedlungsvertrag unterschrieben hätten. Sie werfen der Leag vor, keine Rechtsgrundlage für die Inanspruchnahme des Dorfes zu haben. Bis zum Sonntagnachmittag war niemand von der Leag in der Lausitz zu erreichen, ein Sprecher in Berlin kannte das Schreiben nicht. „Für uns ist klar: Es muss Schluss sein mit der dreckigen Braunkohle – kein Dorf darf mehr für die Braunkohle abgebaggert werden“, sagte Franziska Knauer vom Bündnis „Alle Dörfer bleiben“.