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Absatzhoch für Fit GmbH durch Vorratskäufe

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Ob Toilettenpapier, Nudeln, Milch oder Mehl – es wird weiter auf Vorrat gekauft. Die Hersteller können die Nachfrage kaum befriedigen. Auch mit Spül- und Waschmittel decken sich viele Kunden ein.  Bei der Fit GmbH in Hirschfelde stehen die Abfüllanlagen derzeit nur an einem Tag in der Woche still.  

Die Absatzkurve zeigt steil nach oben. Fit Hirschfelde hat im März rund ein Drittel mehr Umsatz gemacht. Bei den Spülmitteln sind es sogar 75 Prozent. Die gesamte Produktion laufe an der Kapazitätsgrenze, sagte uns Marketingchef Markus Jahnke. 20 Aushilfen wurden eingestellt. Die rund 270 Beschäftigten rotieren in drei Schichten – sechs Tage die Woche.

Der  Oberlausitzer Wasch- und Spülmittelhersteller gehört zu den wenigen Unternehmen, die in der Corona-Krise voll zu tun haben. Aber Euphorie kommt nicht auf. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass die Nachfrage in den nächsten Wochen wieder zurückgeht.  Nach Corona werden die Kunden erst einmal ihre Vorräte aufbrauchen. 

Und es gibt noch ein Problem: die Rohstoffpreise. So ist Isopropanol inzwischen viermal so teuer als vor Corona. Dieser einwertige Alkohol wird nicht nur für Weichspüler gebraucht, sondern auch für Desinfektionsmittel. Der Preis für Glycerin hat sich verdoppelt. Ein weiteres Problem: Die bestellten Grundstoffe treffen durch die Grenzkontrollen mitunter verspätet bei der Fit GmbH in Hirschfelde ein.  Der Großhandel wiederrum arbeitet auch am Limit. Das sorgt für Probleme, und zwar bei der Abnahme der Warenpaletten.

Die Fit GmbH sieht sich auch mit einem Versorgungsengpass konfrontiert, und zwar beim Alkohol. Dennoch hat das Unternehmen einen Beitrag, um Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegediensten zu helfen. Im Werk wurden Desinfektionsmittel hergestellt und kostenlos abgegeben.,  „Aktuell ist kein Nachschub zu bekommen“, so Jahnke.