Abschuss von Problemwolf aus Rosenthaler Rudel gestoppt
Wolfsschützer haben einen Etappenerfolg erzielt. Ein aggressiver Wolf aus dem Rosenthaler Rudel bei Kamenz darf vorerst nicht abgeschossen worden. Die Jagdbehörde des Kreises Bautzen hat zugesagt, den Antrag auf die Tötung eines Tieres bis zu einer gerichtlichen Entscheidung auszusetzen. Das Verwaltungsgericht Dresden prüft nun, ob die Abschussgenehmigung zu Recht erteilt wurde. Mit einer Entscheidung wird kommende Woche gerechnet. Die Grüne Liga Sachsen hatte einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht in Dresden ein. Der Antragsteller will damit erreichen, das die Sach- und Rechtslage in diesem Fall geklärt wird. Die Grüne Liga kritisiert den nach ihrer Ansicht unzureichenden Herdenschutz mit Hunden auf den Weiden um Rosenthal. Außerdem wurden Alternativen zum Abschuss nicht geprüft, so ein weiterer Vorwurf. Nach einem erneuten Wolfsangriff auf eine Schafherde in Laske hatte das Sächsische Umweltministerium den Abschuss eines Wolfes genehmigt.