Achtfacher Missbrauch - Rothenburger verurteilt
„Es tut mir leid, was passiert ist.“ Die letzten Worte eines Angeklagten, der heute in Weißwasser wegen achtfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt wurde. Der 56-jährige Rothenburger hatte sich an drei Mädchen aus der Nachbarschaft vergangen, sie in sexueller Absicht im Intimbereich angefasst, sich an ihnen gerieben.
Die Mütter vertrauten ihm, ließen ihre Kinder zum Spielen in seine Wohnung. Die Ermittlungsführerin berichtete von einem regelrechten Kinderparadies mit vielen Plüschtieren und Bildern. Sie schloss daraus, dass dort mehr als nur harmlose Spiele abliefen. Die Mädchen offenbarten sich ihren Müttern. Und die sagten zu den Gesprächen mit ihren Kindern vor Gericht aus – den Tränen nahe.
Der Angeklagte gab, nachdem er anfangs alle Vorwürfe bestritten hatte, fünf der 60 angeklagten Taten zu. Die anderen Fälle räumte er nicht ein und legte dafür Stundenzettel vor – als Beweis, dass er an den betreffenden Tagen arbeiten war. Eine Hochrechnung der Taten sei nicht zulässig, so seine Verteidigerin. Sie und auch die Staatsanwältin forderten Bewährungsstrafen (ein Jahr und drei Monate bzw. ein Jahr und zehn Monate). Das Gericht ging darüber hinaus.
Der Angeklagte habe die Arglosigkeit der Eltern ausgenutzt, so Richter Alex Theile. Das Urteil: zwei Jahre auf Bewährung. Außerdem muss sich der Angeklagte einer Sexualtherapie unterziehen. Darüber hinaus darf er keinen Kontakt mehr zu den Kindernhaben. Die Bewährungszeit wurde auf vier Jahre festgelegt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.