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Ärger um neue Corona-Testpflicht für Pendler

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Zahlreiche Pendler an der Grenze schauen mit Sorge auf die neue Woche. Ab Montag verschärft Sachsen die Regeln zur Corona-Testpflicht. Sie müssten sich dann zwei Mal in der Woche auf das Corona-Virus testen lassen. Nun wollen die Bürgermeister von Görlitz und Zgorzelec zusammen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Alternativlösung suchen. Die Bürgermeister befürchten wirtschaftliche Probleme in der Region. Auch die Verbindung zu Arbeit und Bildung wird für die Betroffenen damit erschwert.

Rafal Gronicz, Bürgermeister von Zgorczelec wandte sich zuvor in einem Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer und bat eindringlich darum, die neue Regelung noch einmal zu überdenken. Sollte es keine Änderung geben, müssten sich ab kommenden Montag nicht nur Pendler, sondern auch Schüler, Azubis und Studenten wöchentlich zwei Mal auf das Virus testen lassen. Die Kosten dafür müssen aller Voraussicht nach aus eigener Tasche bezahlt werden.

„Unsere polnischen Mitbürger sind nicht nur unsere Freunde, sondern auch wichtige Mitarbeiter und Arbeitnehmer für unsere Unternehmen, hier in Deutschland. Es ist uns gemeinsam extrem wichtig und wirtschaftlich notwendig, das Pandemiegeschehen beidseits der Grenze so wirksam wie nur möglich zu bekämpfen und die Infektionszahlen zu reduzieren. Ich teile die Sorgen von meinem Kollegen Gronicz und weiß, dass sich auch unser Ministerpräsident, mit dem ich im engen Austausch stehe, für eine gute Lösung im Unterstützung des Pendlerverkehrs einsetzt.“ - sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu im Hinblick auf die neue Regelung.

Die neue Regelung soll in der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung verankert werden. Sachsens Kabinett wird heute die neue Verordnung verabschieden. Erst am Abend steht dann verbindlich fest, wie es in der nächsten Woche weitergeht.