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Beschwerden über Görlitzer Wochenmarktbetreiber

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Gegen den neuen Betreiber des Görlitzer Wochenmarktes sind Beschwerden laut geworden. Ein Imbissstandbetreiber beklagte sich im Stadtrat, dass er nun viel mehr zahlen muss. Außerdem gebe es kein fließendes Wasser mehr vor Ort. Ein Stadtrat kritisierte zudem, dass es für die Händler kein Ansprechpartner mehr gibt, der täglich vor Ort sei.

Die Deutsche Marktgilde weist die Vorwürfe von sich. „Wir haben eigentlich den gleichen Quadratmeterpreis wie unser Vorgänger. Allerdings wurde früher unterschiedlich gemessen.“ erklärt Katrin Schiel, Prokuristin der Dresdner Niederlassung der Deutschen Marktgilde. Auch habe man den vier Stammimbissbetreibern mehrfach einen Dauervertrag angeboten um Kosten zu sparen. Keiner von Ihnen habe eingewilligt. „Damit werden die Preise als Tageshändler berechnet, sodass eine höhere Standmiete zusammenkommt.“ - so Schiel weiter. Außerdem hätten alle Händler bereits zur Übernahme die Kontaktdaten vom zuständigen Marktmeister erhalten, der auch mindestens zwei Mal täglich persönlich vor Ort sei. 

Die Deutsche Marktgilde will in Görlitz neue Akzente setzen. Sie hat vor, besondere Angebote auf dem Wochenmarkt auf der Elisabethstraße zu schaffen. Das könnte z.B. eine Genussmeile mit Weinausschank sein. Derzeit laufen Gespräche mit potentiellen Partnern.

An 70 Prozent der Stände sollen Frischeprodukte angeboten werden. Gleichfalls sollen neue Anbieter nach Görlitz gezogen werden. Willkommen sind auch weiterhin polnische Händler.  „Ich freue mich über jeden Händler, der sich bei mir meldet.“ - erklärt Schiel. Eine Händlerliste habe sie vom vorherigen Betreiber nicht erhalten, deshalb laufe momentan noch immer die genaue Bestandsaufnahme. Auch verschiedene Veranstaltungen seien in Zukunft denkbar - hieß es weiter.

Die Deutsche Marktgilde betreibt Wochenmärkte in 128 Städten und Gemeinden. 

Audio:

Katrin Schiel - Deutsche Marktgilde Niederlassung Dresden