Ärzte fordern Ende der Impflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Zuletzt aktualisiert:

Die sächsische Ärzteschaft fordert ein Ende der Impflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Das hat die Sächsische Landesärztekammer nach ihrer Sitzung am Mittwoch mitgeteilt. In einem Beschluss werden Bundestag und Bundesrat aufgefordert, die bis 31. Dezember 2022 geltende einrichtungsbezogene Impflicht nicht zu verlängern.

Unabhängig davon, dass eine große Zahl der Betroffenen ohnehin geimpft sei und die Durchsetzung und Sanktionierung dieser Impflicht von den Behörden kaum praktiziert worden ist, nicht zuletzt mit Blick auf dann ausfallendes bzw. nicht mehr zur Verfügung stehendes Personal, sei eine solche Begrenzung auf einzelne Gruppen wegen der damit verbundenen Stigmatisierung nicht mehr sinnvoll und auch angesichts der aktuellen Entwicklungen kaum mehr zu rechtfertigen sowie nicht mehr vermittelbar, heißt es in der Antragsbegründung.

Konnte man in der Delta-Variante noch von einer hohen Schutzwirkung insbesondere für die vulnerablen Gruppen im Krankenhaus und in den Pflegeeinrichtungen ausgehen, sei dies mit der Omikron-Variante hinfällig geworden, auch, weil Angehörige und Besucher nach wie vor ungeimpft in die Einrichtungen kommen dürften und somit das Virus auch immer wieder in die Einrichtungen eingetragen wird.