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AfD in je acht Stadt- und Gemeinderäten in der Oberlausitz stärkste Kraft

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Nicht nur bei der Europa- und der Kreistagswahl in der Oberlausitz hat die AfD Stimmengewinne erzielen können. Auch bei den Stadtrats- und Gemeinderatswahlen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen legte die Partei zu. Sie ist in je acht Kommunen in den Kreisen Görlitz und Bautzen stärkste Kraft geworden, so z.B. in Görlitz, Zittau und Weißwasser.  Die CDU wurde stärkste Kraft u.a. in Rothenburg, Krauschwitz, Kodersdorf und Hohendubrau. In vielen Kommunen haben Wählervereinigungen das Sagen. In Zittau schaffte das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ den Einzug in den Stadtrat. Im Kreis Bautzen wird die AfD die stärkste Fraktion z.B. in Wilthen, Hoyerswerda, Bautzen und Bischofswerda stellen. Die CDU hat. in Lohsa, Radibor, Cunewalde oder Sohland/Spree die Nase vorn.  Einziger roter Fleck ist Großharthau. Dort holte die SPD 46 Prozent. 

Die Wahlergebnisse in einigen Städten in den Landkreisen Bautzen und Görlitz:

Bei der Stadtratswahl in Görlitz haben AfD und CDU Stimmengewinne erzielt. Die AfD baute ihre Position als stärkste Kraft mit 37,2 Prozent aus (30,7 Prozent). Die CDU kam auf 25,8 Prozent (22 Prozent). Auch die Bürgervereinigung „Motor Görlitz“ legte zu. Sie erreichte 8,2 Prozent (5,7 Prozent). Dagegen büßten „Bürger für Görlitz“ Stimmen ein. Sie erreichten 13,9 Prozent (17,5 Prozent). Für die Linke stimmten 6,2 Prozent (8,5 Prozent). Grüne kamen auf 4,3 Prozent  (7,6 Prozent).

Zittau hat gewählt. Stärkste Kraft im neuen Stadtrat ist die AfD mit 31,1 Prozent, gefolgt von „Zittau kann mehr“ mit 17,9 Prozent und der CDU mit 15,4 Prozent. Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ schaffte den Sprung in den Stadtrat mit 8,8 Prozent, Weitere Ergebnisse: FuW Zittau 7,8 Prozent, Freie Wähler Zittau 5,2 Prozent.

Weißwasser: Die AfD kam auf 29,7 Prozent. Sie ist damit stärkste Kraft im Stadtrat. Die Bürgervereinigung „Klartext“ hat 20,2 Prozent erreicht, die CDU 12,8 Prozent und die Initiative „Für unser Weißwasser“ 9 Prozent. „ProWSW“ und „Veränderung jetzt!“ kamen auf 7,3 bzw. 6,1 Prozent.

Die AfD bleibt weiter stärkste Kraft im Stadtrat von Bischofswerda. Mit 37,2 Prozent der Stimmen konnte sie im Vergleich zu 2019 nochmals um fast 14 Prozent zulegen und belegt nun acht der 22 Plätze. Wählervereinigung „Bürger für Bischofswerda“ und CDU kommen jeweils auf 32,3 und 18,6 Prozent.

Auch in Hoyerswerda dominiert die AfD. Mit 30,5 Prozent hat die Fraktion nochmals um gut fünf Prozentpunkte zulegen können. Die CDU kommt auf 22,2 Prozent, gefolgt von der SPD mit 11,9 Prozent.

Neue Verhältnisse auch im Bautzener Stadtrat. Die CDU hat ihre Mehrheit als stärkste Kraft verloren. Mit 29  Prozent wird die AfD die meisten Plätze besetzen. Die CDU kam auf 25,8 Prozent, das Bürgerbündnis Bautzen auf 20,1 Prozent, die Linke auf 6 Prozent. FWZfBz 5,7 Prozent, SPD 4,8 Prozent.

Die AfD hat in Oppach das beste Wahlergebnis erzielt. Die Partei kam gestern bei der Kommunalwahl auf 41,8 Prozent. Sie ist damit stärkste Kraft im neuen Gemeinderat. In Wilthen wählten 40,3 Prozent die Alternative für Deutschland. Sie konnte um 17,7 Prozent zulegen. Damit hat die AfD in Wilthen das zweitbeste Wahlergebnis in der Oberlausitz erzielt. Einziger roter Fleck auf der Landkarte ist Großharthau 46,1 Prozent.

Die CDU zieht in den neuen Stadtrat von Rothenburg mit absoluter Mehrheit ein. Sie erhielt 52,1 Prozent der Stimmen. Das ist ein Plus von 5,2 Prozent. Die AfD kam auf 23,4 Prozent (plus 6,9 Prozent). Weiter im Stadtrat sind FWV mit 15,9 und die Linke mit 8,6 Prozent.

Stärkste Kraft im Bad Muskauer Stadtrat wird die AfD mit 32,7 Prozent.  CDU 29,8 Prozent, „Wir für Bad Muskau“ 24,8 Prozent, Linke 12,8 Prozent.

Niesky: AfD 38,9 Prozent, Bündnis „Herz für Niesky“ 22,1 Prozent, CDU 20,4 Prozent, Bürgerbewegung 18,7 Prozent.

Löbau: Bürgerliste 37,4 Prozent, AfD 33,4 Prozent, CDU 15,8 Prozent, Linke 7,1 Prozent, Bündnis Oberlausitz 5,2 Prozent, Grüne 1,2 Prozent.

 

Audio:

Knut-Michael Kunoth mit einer Wahlanalyse
In Wilthen hat die AfD bei den Kommunalwahlen in der Oberlausitz das zweitbeste Ergebnis eingefahren. Wie geht Bürgermeister Michael Herfort (CDU) damit um?