Affenpocken: Drei Fälle im Stadtgebiet Dresden

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In Sachsen gibt es die ersten Fälle von Affenpocken. In Dresden wurden zwei voneinander unabhängige Verdachtsfälle gemeldet, teilte die Stadt am Freitag mit. Die Erkrankten hatten Kontakt zu infizierten Personen außerhalb von Dresden und weisen laut Gesundheitsamt auch typische Symptome auf. Ein bestätigtes Laborergebnis gibt es noch nicht.

Bei einem dritten Fall ist die Infektion bereits durch das Labor bestätigt. Fachleuten zufolge ist das Affenpocken-Virus weniger ansteckend als Corona. Infizierte können neben einem Hautausschlag z. B. Muskel- und Kopfschmerzen bekommen.

Zum Hintergrund:
Affenpocken sind eine Viruserkrankung. Die Viren können durch engen Körperkontakt (Haut-, Schleimhautkontakt, Körperflüssigkeiten), mittels Tröpfcheninfektion, beim Sex, oder durch gemeinsam benutzte Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände übertragen werden. Üblicherweise treten fünf bis 21 Tage nach der Infektion erste Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf-, Muskel-, Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten auf. Einige Tage später entwickeln sich Hautveränderungen: zunächst kleine Pusteln, die zu Läsionen werden, die letztlich verkrusten und abfallen. Vor allem Gesicht, Handflächen und Fußsohlen, aber auch der Intimbereich (Genital- und/oder Analregion) können vom Ausschlag betroffen sein. Zum jetzigen Zeitpunkt zirkulieren die Viren hier in Deutschland vor allem in der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben.

Personen, die die aufgeführten Krankheitszeichen an sich bemerken, stellen sich bitte nach vorheriger telefonischer Ankündigung bei einem Arzt vor und meiden bis zur Abklärung enge Körperkontakte. Personen, die Kontakt zu einer an Affenpocken erkrankten Person hatten, melden sich bitte beim Amt für Gesundheit und Prävention via E-Mail an gesundheitsamt-infektionsschutz@dresden.de, beobachten sich für 21 Tage nach Kontakt auf das Auftreten von Krankheitszeichen und meiden enge Körperkontakte.