Alarmglocken schrillen im Görlitzer Siemens-Turbinenwerk - Konzern erwägt angeblich die Schließung
Die rund 900 Görlitzer Siemens-Turbinenwerker fürchten um ihre Arbeitsplätze. Der Konzern will in der Kraftwerkssparte „Power & Gas“ bis zu elf der weltweit 23 Standorte verkaufen oder dicht machen. Das „Manager Magazin“ will erfahren haben, dass für den Standort Görlitz die Schließung erwogen wird. Siemens kommentierte den Bericht nicht und verwies auf eine Sitzung Anfang November. Die IG Metall kündigte eine massive Gegenwehr an, sollte der Konzern die Schließung tatsächlich verfolgen. Sachsens scheidender Ministerpräsident Stanislaw Tillich bezeichnete etwaige Schließungspläne als völlig inakzeptabel. Mit Blick auf das Exportverbot von Dampfturbinen für Kohlekraftwerke sagte Tillich: „Damit trägt der Bund unmittelbar Mitverantwortung für diese unternehmerische Entscheidung. Kohlekraftwerke werden weltweit nicht weniger gebaut, nur werden dann Anlagen von anderen Anbietern genutzt".