Alle Hochwasserschäden im Kreis Bautzen beseitigt
Erinnern Sie sich noch an die letzten beiden Hochwasserkatastrophen bei uns in der Oberlausitz erinnern. Das war 2010 und 2013. Schon lange her. Aber erst jetzt sind die letzten Schäden beseitigt worden. Die Kreisverwaltung Bautzen meldet Vollzug: Fast 1.000 Projekte sind erledigt.
Aber warum hat es so lange gedauert?
Das gibt es einige Gründe: Förderbürokratie, komplizierte Planungsverfahren, auch rechtliche Streitfälle. Es ging aber auch darum, künftige Hochwasserkatastrophen abzuwenden. Birgit Weber, Beigeordnete im Landratsamt Bautzen, spricht von der Nachhaltigkeit der Projekte. Es ging um die Vorsorge. Bei einem künftigen Hochwasser sollen die Schäden deutlich geringer ausfallen. „Wir haben deshalb zunächst fachliche Grundlagen geschaffen, also Wiederaufbaupläne und dann Hochwasserrisiko-Managementpläne.“
Aufgebaut wurde eine Gewässerdatenbank. Darin enthalten sind Informationen zu fast 7.000 Gewässern mit einer Gesamtlänge von rund 4.000 Kilometern im Landkreis Bautzen. Damit sind nun Aussagen möglich, wie sich ein Fluss oder Bach bei Starkregen verhält. Je nach Risikolage, können Gemeinden und Städte, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk schnell informiert werden. Zugriff auf die Gewässerdatenbank sollen ab kommendem Jahr auch Einwohner haben.
Die Beseitigung der Hochwasserschäden von 2010 und 2013 war auch finanziell ein Kraftakt. Unterm Strich wurden 130 Millionen Euro ausgegeben.