Als „Assis“ verurteilt - Ausstellung in Cottbus
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Sie wurden zu DDR-Zeiten als Assis bezeichnet. Behörden und Gerichte entschieden, wer als „asozial“ galt. Eine Sonderausstellung im Menschenrechtszentrum Cottbus, die gestern Abend eröffnet wurde, beleuchtet dieses wenig thematisierte Kapitel der DDR-Justizgeschichte.
Erzählt werden 14 Lebensgeschichten. So die von einer minderjährigen Mutter, die auf Druck der Jugendhilfe zunächst ihren Sohn verlor. Dann landete sie im Gefängnis – wegen angeblicher Arbeitsbummelei. Von 1969 bis zum Fall der Mauer wurden rund 146.000 Menschen nach dem sogenannten Assi-Paragraphen verurteilt, offiziell: „Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch asoziales Verhalten“.
Die Ausstellung im Cottbuser Menschenrechtszentrum wird bis 17. Dezember gezeigt.
