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„Alstom ist Chance und Risiko für Görlitz und Bautzen“

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Die rund 2.400 Beschäftigten in den Bombardierwerken Görlitz und Bautzen sehen eine Übernahme durch den französischen Alstom-Konzern mit gemischten Gefühlen. Es sei eine Chance, aber auch ein Risiko, sagte uns Gesamtbetriebsratsvorsitzende René Straube. „Die Übernahme könnte eine Perspektive sein für eine weitere Positionierung in der Branche. Aber wir kämen bei einer Übernahme in einen viel größeren Konzern mit großen Strukturen. Das ist das Risiko“. Straube verwies in diesem Zusammenhang auf die Probleme im Bombardier-Konzern.

 Heute Morgen hatten sich Beschäftigte beider sächsischen Standorte an einem europaweiten Aktionstag beteiligt. Die IG Metall fordert den Erhalt aller Standorte und Arbeitsplätze - sowohl Bombardier als auch bei Alstom.

Ob Alstom die Zugsparte von Bombardier übernehmen darf, will die EU noch in diesem Monat entscheiden. Der Hersteller der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge hatte die Fusion im Februar ankündigt. Dafür sind nach damaligen Angaben 5,8 Milliarden bis 6,2 Milliarden Euro fällig. Derzeit untersuchen EU-Wettbewerbshüter die geplante Übernahme. 

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Interview mit René Straube, Bombardier-Gesamtbetriebsratsvorsitzender