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Alstom-Waggonbauer legen erneut ihre Arbeit nieder

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Rund 200 Beschäftigte von Alstom in Bautzen haben am Vormittag ihre Arbeit niedergelegt. Die IG Metall Ostsachsen hat die Waggonbauer aufgerufen, ihre Arbeit ab 10 Uhr für eine Stunde niederzulegen. Hintergrund sind die weiter andauernden Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband. Die Gewerkschaft fordert ein Zukunftspaket, vier Prozent mehr Lohn und ein sogenanntes „Tarifliches Angleichungsgeld“. Damit soll die höhere Arbeitszeit der Waggonbauer im Osten im Vergleich zu den Kollegen im Westen Deutschlands finanziell ausgeglichen werden. Ein erstes Angebot der Arbeitgeber sei allerdings völlig enttäuschend gewesen.

„Es wurde weder inhaltlich darüber diskutiert, noch gibt es überhaupt erst einmal ein Angebot dazu. Das ist absolut enttäuschend und inakzeptabel. Mit unserem heutigen Warnstreik zeigen wir erneut, wie ernst es uns mit dieser Forderung ist. Wir wollen Gerechtigkeit und erwarten von der Arbeitgeberseite konstruktiv mit uns über dieses längst überfällige Thema zu verhandeln.“, - so Gerd Kaczmarek, Betriebsratsvorsitzender von Alstom in Bautzen.

Auch die Görlitzer Waggonbauer wollen sich am Protest beteiligen. Sie werden die Frühschicht heute bereits vorzeitig um 13 Uhr beenden. Eine Kundgebung soll es angesichts der Corona-Lage hier allerdings nicht geben.