Altenpflegerin aus Boxberg gesteht Gewalttat an Rentnerin
Geständnis unter Tränen. Eine ehemalige Altenpflegerin aus Boxberg hat eingeräumt, eine 85-jährige Görlitzerin mit einer Schnur gewürgt zu haben. Die 32-Jährige schilderte die Tat heute zu Beginn der Verhandlung am Landgericht Görlitz Sie habe Geld gebraucht. Die Staatsanwaltschaft spricht von versuchtem Mord. Damit habe sie den Raub von rund 300 Euro verdecken wollen.
Die Angeklagte hatte bis 2015 beim ASB eine Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht, danach aber alles hingeworfen, weil sie sie sich mit ihrem Ex-Freund überworfen hatte. Sie kannte ihr Opfer aus ihrer ASB-Zeit, hatte es zweimal wöchentlich betreut. Als sei an jenem Tag im Oktober 2016 bei der Rentnerin klingelte, schöpfte die alte Dame keinen Verdacht. Die Angeklagte hatte sich einen ASB-Kittel übergezogen. Sie gab vor, dass sie die Dokumentationsmappen abholen komme. Beide unterhielten sich ein wenig. Dann bat die Angeklagte um ein Glas Wasser. Auf dem Rückweg aus der Küche ergriff sie eine Schnur, schlich sich an die in einem Sessel sitzende Rentnerin an und drosselte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Danach zündete sie einen Zeitungsstapel an, machte das Feuer aber gleich wieder aus. Mit den drei Portemonnaies aus dem Wohnzimmerschrank verließ sie die Wohnung. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Nach der Tat kaufte die Pflegerin ihrem Hund einen Hamburger und sich einen Kaffee. Danach übernachtete sie in ihrem Auto auf einem Parkplatz in Görlitz. Am nächsten Tag fuhr sie zurück zu ihrer Schwiegermutter nach Boxberg.
Der Prozess wird fortgesetzt.