Amtsgericht Bautzen verurteilt Pferdehändlerin
Das Amtsgericht Bautzen hat heute eine Pferdehändlerin zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. Die 23-Jährige soll zwei ausgediente und kranke Beistellpferde erworben und die beiden Wallache als angeblich gesunde Tiere weiter verkauft haben. "Das ist Betrug", so der Staatsanwalt. Die Angeklagte blieb dem Prozess fern.
Einen Wallach soll die Angeklagte für 2.800 Euro an einen Reiterhof in Großerkmannsdorf verkauft und versichert haben, dass es gesund sei. Das Pferd litt aber an einer Wirbelsäulenkrankheit. Die Betreiberin der Reitanlage wollte den Wallach als Schulungspferd nutzen. Der Reiter hätte abgeworfen werden können – durch die Schmerzreaktion, die vom Pferd bei der Belastung seiner zu dünnen Bandscheiben ausgelöst wurden.
Die Angeklagte blieb dem Prozess fern. Der Richter schickte eine Polizeistreife zu ihrer Wohnung. Die Beamten trafen jedoch die Frau nicht an. Sie kann gegen den Strafbefehl innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Macht sie davon Gebrauch, kommt es erneut zur mündlichen Verhandlung.