++ EIL ++

Angeklagter aus Lauta mit Erinnerungslücken

Zuletzt aktualisiert:

Vor dem Landge­richt Görlitz hat heute der Prozess gegen einen 27-jährigen Mann aus Lauta begonnen. Er soll die knapp drei Jahre alte Tochter seiner Lebens­ge­fährtin fast zu Tode geprü­gelt haben. Der Angeklagte bedau­erte.  Zugleich erklärte er, dass er sich nur an eine Ohrfeige erinnern könne. Der Angeklagte wörtlich: "Mir ist die Hand ausge­rutscht". Er habe Kräuter geraucht. Damit versuchte er seine Erinne­rungs­lü­cken zu entschul­digen.

Das Mädchen hatte sich einge­macht. Daraufhin soll der Mann ausge­rastet sein. Laut Anklage schlug er mit Fäusten und Füssen auf das Kind ein. Es erlitt lebens­be­droh­liche Kopfver­let­zungen. Weitere zwei bis drei Schläge hätten vermut­lich zum Tod geführt. Folge­schäden können die Ärzte nicht ausschließen. Die Tat geschah Anfang Juli. Seitdem sitzt der arbeits­lose Lautaer in Unter­su­chungs­haft.

Der Prozess wird am 15. Januar fortge­setzt. Dann sollen Zeugen und zwei Gutachter gehört werden.