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Angriff Rechter in Görlitz - Polizeidirektion gibt keine Auskunft, LKA erst nach hartnäckigem Nachfragen

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Vermummte haben in Görlitz eine Gruppe aus dem linken Spektrum angegriffen. Unter den Angegriffenen sollen nach einem „mdr“-Bericht auch zwei Kommunalpolitikerinnen der Linkspartei sein. Den Überfall bestätigte uns am  Abend das Landeskriminalamt Sachsen (LKA). Die Männer hätten  Flaschen auf die Gruppe geworfen und auf sie eingeschlagen. Dabei wurden drei Menschen verletzt – zwei Frauen und ein Mann im Alter von 20, 21 und 31 Jahren. 

Die Soko Rex beim LKA hat die Ermittlungen übernommen. Sie rechnet die Angreifer dem rechtsextremen Milieu zu.  Die Ermittler gehen von fünf bis acht Tatverdächtigen aus.  Zwei seien im Zuge der Nahbereichsfahndung festgestellt worden, sagte uns LKA-Sprecherin Silvaine Reiche. Es handele sich um einen 18- und einen 20-Jährigen. Beide seien polizeibekannt und der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen. Sie hatten Schutzhandschuhe und Pyrotechnik bei sich. Von ihnen wurden die Personalien aufgenommen Dann durften sie wieder gehen.

Der Überfall geschah schon in der Nacht von Freitag zu Samstag. Der öffentlich-rechtliche Sender „mdr“ berichtete heute Mittag. Die Polizeidirektion Görlitz wollte unserem Sender keine Auskunft geben. Wir wurden an das LKA verwiesen. Die Diensthabende dort  wollte uns zunächst auf Montag vertrösten. Wir blieben hartnäckig und bekamen am Abend doch noch die Informationen.   

Der Landesverband der Linkspartei forderte ein konsequentes Vorgehen der Polizei.  Unverständlich sei es, dass die Polizei die mutmaßlichen Täter zunächst festsetzte und anschließend wieder gehen ließ. „Wir werden im Landtag Aufklärung fordern.“