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Arbeitsgruppe soll Kostenexplosion zu Kita-Neubau in Bautzen untersuchen

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Die Kostenexplosion beim Kita-Neubau am Schützenplatz in Bautzen wird Konsequenzen haben. Eine Arbeitsgruppe soll den Ursachen auf den Grund gehen. Das hat gestern Abend der Stadtrat beschlossen. Er gab zugleich die zusätzlichen fast 1,5 Millionen Euro frei, um die Fertigstellung nicht zu gefährden. Der Bau sollte ursprünglich 5,6 Millionen Euro kosten.

Der Stadtrat ist stinksauer, fordert Aufklärung: Wie konnten die Kosten nur so aus dem Ruder laufen? Die Stadtverwaltung versuchte zu erklären: Felsiger Untergrund und eine Wasserader, die Forderungen der Landesuntersuchungsanstalt nach besseren Lüftungsanlagen und Spezialgläsern, eine zusätzliche Beschichtung der Holzfassade, teurer Putz für Lagerräume und Nottreppen – all das habe die Kosten nach oben getrieben.

Auf einer grünen Wiese neben der Förderschule entsteht ein Neubau mit 135 Kindergarten-  36 Krippen- und  15 Hortplätzen. Den Zuschlag erhielt das Hamburger Architekturbüro „studioH2K“. Der Zweigeschosser wird  barrierefrei sein. In einem Mehrzweckraum können Veranstaltungen stattfinden, auch außerhalb der Betriebszeiten. Der Spielbereich ist in den Obergeschossen über holzverkleidete Balkone und eine gemeinsame Dachterrasse mit einer großzügigen Treppe erreichbar. Für die Hortkinder gibt es einen separaten Zugang zum Schulhof der benachbarten Förderschuleinrichtung. Durch auskragende überdachte Balkone werden alle Gruppen-, Projekt- und Gemeinschaftsräume zum Außenraum „erweitert“ und bieten so zusätzliche geschützte Spielbereiche - im Erdgeschoss als Terrasse, im Obergeschoss als Balkon. Im großzügigen Außenbereich entstehen umfangreiche Spielmöglichkeiten für alle Altersgruppen, Sitzgelegenheiten und Parkflächen für Eltern.

Die neue Kita sollte Anfang 2020 bezugsfertig sein.