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Archäologischer Fund im Schatten des Kohlebaggers

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 Archäologen haben die letzten Überreste einer rund 200 Jahre alten historischen Ziegelei im „Mühlroser Forst“ südlich von Weißwasser geborgen. Die Zeit drängt, weil das Areal im Tagebaugebiet von Nochten im Juni 2025 weggebaggert wird. Gefunden wurden unter anderem drei Ziegelöfen. Erst vor einigen Tagen wurden die Fundamente der Trockenscheune entdeckt. Dort lagerten  die Ziegelrohlinge, bevor sie gebrannt wurden.  

Die „Mühlroser Ziegelei“ existierte von 1750 bis 1846. Der Eigentümer war die Standesherrschaft Muskau.  Nachdem der Ofen marode und der Neubau eines neuen Ziegelofens zu teuer war, wurde die Ziegelproduktion eingestellt. Nach dem Abbruch der Produktionsstätte im Jahr 1846 wurden die Baumaterialien versteigert. (dpa)