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ASB muss Rettungsdienst im Kreis Görlitz abgeben

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Die Karten im Rettungsdienst im Kreis Görlitz sind neu gemischt. Verlierer ist der ASB. Er muss die Bereiche Görlitz und Niesky an die Falck Rettungsdienst GmbH abgeben und Löbau an eine Bietergemeinschaft des DRK. Das sagte uns die Sozialdezernentin im Landratsamt, Martina Weber.

Gestern lief die Einspruchsfrist ab. Der ASB ist offenbar nicht gegen die Vergabeentscheidung vorgegangen. Heute Nacht null Uhr wird die Vergabeentscheidung des Landkreises bestandskräftig. In Weißwasser und Zittau gibt es keine Änderungen. Dort hat das DRK den Zuschlag bekommen.

Im Vergabeverfahren hatten Falck und das DRK die besseren Konditionen „Ausschlaggebend war das beste Verhältnis von Preis und Leistung. Das hatte der ASB nicht“, so Weber.  Die rund 160-ASB-Rettungsdienstmitarbeiter werden übernommen. Weber geht davon aus, dass sie „nicht schlechter gestellt“ werden.

Falck-Geschäftsführer Klaus Runggaldier: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB werden dabei im Rahmen eines Betriebsüberganges zu den bisherigen Konditionen übernommen. Keiner braucht Angst um seinen Arbeitsplatz zu haben.“ Falck ist deutschlandweitig tätig, so z.B. auch im Spree-Neiße-Kreis und im Kreis Bautzen sowie in Dresden und Leipzig. Der Hauptsitz des Unternehmen befindet sich in Kopenhagen (Dänemark).

Die neuen Verträge für die Rettungsdienstleister  laufen von Februar 2021  bis Ende Januar 2026. Sie können um zwei Jahre verlängert werden. Insgesamt zehn Bewerbungen waren eingegangen.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Sozialdezernentin Martina Weber
Reporter Knut-Michael Kunoth im Interview mit Falck-Geschäftsführer Klaus Runggaldier