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Asylbewerber im Kreis Bautzen bekommen Bezahlkarte

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Der Kreis Bautzen gibt im April die ersten Bezahlkarten an Asylbewerber aus – zunächst an Heimbewohner, dann an Flüchtlinge in dezentralen Unterkünften, insgesamt 800 für rund 1.500 Personen. Darüber wurde gestern Abend der Kreistag informiert. Jeder Erwachsene kann im Monat 50 Euro am Automaten abheben, zusätzlich 10 Euro sind pro Kind möglich. Bezahlt werden kann mit der Karte nur in Sachsen. Damit sollen Zuzugsanreize verringert, die Finanzierung der Schleuserkriminalität bekämpft und der Verwaltungsaufwand reduziert werden, hofft Landrat Udo Witschas.

Online-Einkäufe sind nicht möglich, es sei denn, die Karte ist für bestimmte Anbieter wie Mobilfunk, öffentlicher Personennahverkehr oder Abbuchungen des Vermieters durch das Ausländeramt freigeschaltet.

Das neue System kostet 15.000 Euro. Die Kreisverwaltung hat mit der Anbieterfirma bis Ende dieses Jahres einen Vertrag geschlossen.

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Knut-Michael Kunoth