Auf Hacker reingefallen - Autofahrer muss Kaufpreis trotzdem zahlen

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Ein Autokäufer aus einem Ort bei Zittau, der auf eine von Hackern abgefangene und von den Kriminellen manipulierte Mail des Autohauses hereingefallen war, muss den Kaufpreis zahlen. Das entschied das Landgericht Görlitz. Er habe einen Vertrag geschlossen. Verträge seien einzuhalten, so die Begründung. 

Der Kunde hatte 30.500 Euro an ein Zittauer Autohaus überwiesen. Das Geld für den neuen Pkw kam aber dort nicht an, sondern landete auf dem Konto der Hacker. Sie hatten in der abgefischten Mail die IBAN manipuliert. Der Kunde warf dem Verkäufer vor, bei der Abholung des Autos nicht gründlich recherchiert zu haben. Die Überweisung hätte nach seinen Angaben noch gestoppt werden können. Dem Autohaus war offenbar erst drei Monate später aufgefallen, dass der Wagen noch nicht bezahlt war.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Berufung ist möglich.