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Auf Vater eingestochen - viereinhalb Jahre für Zittauer

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Ein Zittauer hat seinen Vater mit einem Schlagring verprügelt und mit einem Küchenmesser lebensbedrohlich verletzt. Er wurde heute zu viereinhalb Jahren verurteilt. Das Landgericht Görlitz ordnete außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Die Taten hatte der 31-Jährige unter Alkohol begangen. 

Ein skurriler Fall. Der Zittauer zeigte seinem Vater seinen Schlagring und fragte hin:  Soll ich ihn mal ausprobieren? Mach doch, so der Vater. Danach saßen Beide auf dem Bett – der Vater blutüberströmt -  und rauchten gemeinsam eine Zigarette.   Knapp eineinhalb Jahre später stach der Sohn mit einem Küchenmesser auf seinen Vater ein, weil der ältere Herr sich über das Abendessen beschwert und die Knödel mit Bohnen aus dem Fenster geworfen hatte. Der Vater überlebte nur knapp. In der Verhandlung bagatellisierte er die Taten seines Sohnes, sprach von Affekthandlungen.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth sprach mit dem Verteidiger des Angeklagten, Hans Grüner