Aufatmen am Olbasee
Aufatmen am Olbasee bei Bautzen. Es ist niemand ertrunken. Am Nordstrand gefundene persönliche Sachen konnte die Polizei inzwischen dem Eigentümer zuordnen. Er lebt. Der Mann hatte die Schuhe, den Autoschlüssel und die Uhr offenbar vergessen. Es sei weder zu einem Badeunfall noch zu strafbaren Handlungen gekommen, teilte heute die Polizei mit.
Zuletzt gab es vor drei Jahren einen Badeunfall am Olbasee. Ein 82-jähriger Mann kam damals ums Leben. Vor knapp sechs Jahren ertrank ein Schwimmer aus Thüringen. Er wurde in 20 Meter Tiefe - 150 Meter vom Ufer entfernt - von Polizeitauchern geborgen. Nach dem Schwimmer war mit großem Kräfteaufwand gesucht worden. 15 Taucher aus vier Bundesländern stiegen damals ins Wasser.
Der Olbasee ist bis zu 50 Meter tief. Früher wurde dort Braunkohle abgebaut. Stollen wurden in das Flöz getrieben. 1927 wütete ein Feuer. Es konnte nicht gelöscht werden. Daraufhin wurde die Grube geflutet – und damit auch die Stollen. Darin zu suchen, ist auch für die Taucher nicht ungefährlich. Hinzu kommt, dass die Sichttiefe nur wenige Meter beträgt und das Wasser am Grund eine Temperatur von nur etwa fünf Grad hat.
