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Aufstand im „Gelben Elend“ jährt sich zum 75. Mal

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Bautzen erinnert an den Gefan­ge­nen­auf­stand vor 75  Jahren im „Gelben Elend“.  Mit einer Gedenkveranstaltung an der Gräberstätte auf dem Karnickelberg will das Bautzen-Komitee  morgen (30.1.) an das Geschehen erinnern. Ein Teilnehmer des Aufstandes ist dabei. 

Damals hatten fast alle Insassen gegen die schlechten Haftbe­din­gungen protes­tiert. Sie traten in einen Hungerstreik. Es herrschten Kälte und Tuber­ku­lose.  Volkspolizisten knüppelten den Aufstand  brutal nieder.  Gefangene mussten durch Polizeispaliere Spießruten laufen, Hunde wurden auf sie gehetzt. Viele wurden schwer verletzt, zahllose kamen in den Arrest.

Der Aufstand ging als erste große Gefan­ge­nen­re­volte in die DDR-Geschichte ein. Rund 6.000 Menschen saßen damals in Bautzen ein -  alle ohne rechtskräftige Urteile oder von Schnellgerichten der sowjetischen Besatzer verurteilt.