Auseinandersetzung auf Gesundbrunnenring in Bautzen
Die Polizei ermittelt zu einer Auseinandersetzung, die sich in der vergangenen Nacht auf dem Gesundbrunnenring in Bautzen abgespielt hat. Mehrere junge Männer – darunter auch Asylbewerber – waren daran beteiligt. Als Tatverdächtige wurden drei Afghanen benannt. Einer hatte auf der Flucht ein Küchenmesser weggeworfen. Das schreibt die Polizei:"In der Nacht zu Mittwoch ist die Polizei in Bautzen zu einer Schlägerei zum Gesundbrunnenring gerufen worden. Per Notruf hatte ein Zeuge kurz vor Mitternacht eine Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern gemeldet. Auch ein Messer soll im Spiel gewesen sein. Mehrere Streifen des örtlichen Reviers, der Verkehrspolizeiinspektion und der Bundespolizei eilten in das Wohngebiet. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte flüchteten drei Männer in Richtung Flinzstraße. Einer warf dabei ein Messer weg. Polizisten stellten es sicher. Es handelte sich um ein Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge.Nachdem die Beamten die aufgebrachten Personen vor Ort beruhigt hatten, ergab sich nach einer Befragung ein ungefähres Bild. So sollen drei Asylsuchende auf dem Gesundbrunnenring versucht haben, zwei fahrende Mopeds zu stoppen. Ein 18-jähriger Syrer und drei 16-jährige Einheimische waren auf diesen unterwegs. Die Zweiradbesatzungen konnten den auf die Fahrbahn Springenden ausweichen und unbeschadet anhalten. Es entwickelte sich ein hitziger Wortwechsel. Junge Bautzener, welche sich an der nahen Skaterbahn aufgehalten hatten, kamen hinzu. Das zeitnahe Eintreffen der alarmierten Streifen verhinderte eine weitere Eskalation. Die Polizisten erhoben die Personalien aller Anwesenden.Ein Zeuge benannte die drei geflüchteten Tatverdächtigen namentlich. Die Beamten suchten nach den Männern und trafen sie wenig später am Eingang zur Asylbewerberunterkunft an der Flinzstraße an. Es handelte sich um drei Afghanen im Alter von 19 und 23 Jahren. Der 19-Jährige, er soll das Küchenmesser geführt haben, wies einen Atemalkoholwert von umgerechnet 1,48 Promille auf. Verletzt wurde bei der Auseinandersetzung nach derzeitigem Kenntnisstand niemand. Die Kriminalpolizei wird weitere Ermittlungen zum Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr führen. Welche Rolle das sichergestellte Küchenmesser spielte, wird dabei zu klären sein".