Auto für 30.000 Euro in Zittau gekauft - Betrüger manipulieren Email mit Kontoverbindung - Geld weg!

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Ein Kunde hat über 30.000 Euro an ein Autohaus in Zittau überwiesen. Das Geld für den neuen Pkw kam aber nicht an. Es wurde von Kriminellen abgefischt. Das Autohaus hat den Käufer verklagt. Er soll die vereinbarte Summe zahlen. Mit dem Fall befasst sich derzeit das Landgericht Görlitz. 

Der aus einem Ort bei Zittau stammende Kunde hatte kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres den Kauf perfekt gemacht, glaubte er. Das Autohaus schickte die Rechnung mit der Kontoverbindung per Email an den Käufer. Sie wurde aber offenbar von Betrügern abgefangen. Die Täter veränderten die IBAN. Der Kunde überwies den Betrag, ohne den Betrug zu merken. Zwei Tage vor Weihnachten holte der Mann das Auto ab. Erst drei Monate später sei im Autohaus bemerkt worden, dass das Geld nicht eingegangen war, so die Richterin.

Der Kunde wirft dem Verkäufer vor, bei der Abholung nicht gründlich recherchiert zu haben. Die Überweisung hätte noch gestoppt werden können (15 Uhr war der Käufer im Autohaus, 17.10 Uhr wurde der Betrag abgebucht).

Beide Seiten hätten erkennen können, das etwas nicht stimme. Die Richterin schlug deshalb einen Vergleich vor: „Man trifft sich in der Mitte“. Der Kunde zahlt also die Hälfte des Kaufpreises. Das lehnten beide Parteien ab.

Das Urteil folgt.