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Autoräuber wegen versuchten Mordes in Görlitz vor Gericht

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Die Bruta­lität der Autodiebe hat zugenommen. Sie schre­cken inzwi­schen nicht mehr vor Menschen­leben zurück. Zwei müssen sich seit heute vor dem Landge­richt Görlitz verant­worten. Den beiden Tsche­chen wird versuchter Mord vorge­worfen. Die beiden Angeklagten sollen einen Autofahrer fast zu Tode geprü­gelt und sein Auto geraubt haben. Die Tat geschah am Oster­montag vergan­genen Jahres in einem Garagen­kom­plex in der Grenz­stadt Ebers­bach. Die beiden arbeits­losen Tsche­chen hatten es auf den Golf des 68-jährigen Norbert R. abgesehen. Laut Anklage streckte einer der Beiden den Rentner an seiner Garage zunächst mit einem Faust­schlag ins Gesicht nieder – ohne Vorwar­nung. Der andere Angeklagte soll das Opfer in die Garage gezerrt und das Tor geschlossen haben, damit die Hilfe­schreie nicht nach außen dringen. Dann wurde den Ermitt­lungen zufolge dem auf dem Beton­fuß­boden liegenden Rentner mehrfach ins Gesicht getreten. Die Angeklagten rasten mit dem roten Golf des Ebers­ba­chers davon. Der Autofahrer schleppte sich mit zertrüm­mertem Gesicht noch bis nach Hause schleppen. Seine Frau rief den Notarzt. Der Rentner konnte nur durch eine Not-OP gerettet werden. Er leidet noch immer an den Folgen der Schläge. Das Opfer wird am zweiten Prozesstag am kommenden Montag aussagen. Heute wurde nur die Anklage verlesen. Insge­samt sechs Verhand­lungs­tage sind vorge­sehen. Das Urteil soll voraus­sicht­lich am 20. April fallen.