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Baden im Cottbuser Ostsee erst nach 2030

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Die touristische Nutzung des Cottbuser Ostsees wird voraussichtlich erst Anfang der 2030er Jahre möglich sein. Der See bleibt eine Landschaftsbaustelle. Von Rutschungen und Kliffbildungen beeinträchtigte Uferbereiche müssten wiederhergestellt, ein Auslaufbauwerk errichtet werden, so die Leag. Für die Fortsetzung der Sanierung lässt der Tagebaubetreiber ein bodenmechanisches Gutachten erarbeiten.

Der Cottbuser Ostsee – mit fast 1.900 Hektar der größte künstliche See Deutschlands - hat inzwischen den Zielwasserstand von 62,5 Meter über Normal Null erreicht. Rund 170 Millionen Kubikmeter Spreewasser sind in den ausgekohlten Tagebau geflossen. Die Flutung wird vorerst ausgesetzt.  Bis auch die Porenräume der Innenkippe vollständig mit Wasser aufgefüllt sind, werden noch weitere rund 50 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt. Dadurch könne der Wasserpegel wieder sinken.

Noch nicht abschließend entschieden wurde, ob der Ostsee künftig auch als Energiespender genutzt werden. Das müssten weitere Prüfungen und Verfahren zeigen, so Lausitz-Beauftragter  Klaus Freytag.Die Leag will den See für die Energiewende nutzen und hat darauf eine schwimmende Solaranlage gebaut. Zudem soll das Ostseewasser nach Plänen der Stadt Fernwärme liefern.