BASF Schwarzheide investiert über 70 Millionen Euro
BASF Schwarzheide setzt auf erneuerbare Energien. Dafür wird das Gas- und Dampfturbinenwerk modernisiert. Der Konzern investiert dafür 73 Millionen Euro. Heute Vormittag wurde das Startsignal gegeben. BASF-Standortchef Jürgen Fuchs setzte gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke den ersten Spatenstich.Batteriespeicher macht Kraftwerk flexibel
Das 1994 in Betrieb genommene Kraftwerk wird mit einer neuen Gasturbine von Siemens ausgerüstet. Um flexibel auf Netzschwankungenreagieren zu können, sollen die Notstromdieselaggregate durch einen Batteriespeicher ersetzt werden. Damit wird es möglich, erneuerbare Energien wie etwa Strom aus Windkraft einzuspeisen und das Kraftwerk bei Lastschwankungen schnell hoch- oder runterzufahren. Weniger CO2 - mehr elektrische LeistungDurch die Modernisierung sinken die Brennstoffkosten. Die elektrische Leistung wird um zehn Prozent erhöht, der CO2-Bilanz verringert. Die Anlage soll einen Effizienzgrad von 84 Prozent erreichen. „Wir wollen nicht nur bei Digitalisierung, sondern auch bei der Nachhaltigkeit Champion im Konzern werden“, sagte BASF-Standortchef Jürgen Fuchs. Die Modernisierung soll in drei Jahren abgeschlossen sein, die Anlage im Frühjahr 2022 wieder in Betrieb genommen werden. Das Kraftwerk kann 110 Megawatt Strom und 200 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. BASF-Schwarzheide hat rund 2.000 Beschäftigte und damit 200 mehr als vor einem Jahr. Hinzu kommen Dienstleister und Ansiedler. Damit sind am Standort 3.500 Menschen tätig.