Bauforschungszentrum für Bautzen: „Vier Monate verlorene Zeit“
In das Projekt „Living Art of Building“ für Bautzen muss wieder Schwung kommen. Es sei jetzt wichtig, dass ein überzeugendes Konzept für das Bauforschungszentrum aufgestellt werde, sagte der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte im Juni dieses Jahres 3,6 Millionen Euro freigegeben, mit der Maßgabe, dass vom Bundesbauministerium eine Beratungsgesellschaft beauftragt wird. Sie sollte eine passende Rechtsform für das Forschungszentrum finden. Es sei aber bislang nichts passiert – „vier Monate verlorene Zeit“, kritisierte Schiemann. Der Beschluss müsse rasch umgesetzt werden, damit es zur Gründung kommen könne. Der CDU-Politiker forderte die Akteure des Projekts auf, ein bestmögliches Konzept für Bautzen aufzustellen.
Der Bund müsse auch zu seiner Zusage steht, weitere Gelder freizugeben. Das sind für nächstes Jahr 12,5 Millionen Euro und bis 2028 insgesamt 65 Millionen Euro. In dem Zentrum sollen klimaneutrale und ressourcenschonende Technologien beim Bauen erforscht werden. 1.200 Arbeitsplätze in Wissenschaft und Technik könnten in der Region entstehen.
Für Schiemann ist Bautzen ein hervorragender Standort für so ein Zentrum. „Hier gibt es die Fachleute.“