Baustelle Demitz-Thumitz und farbiges Pflaster
Die Ortsdurchfahrt in Demitz-Thumitz bei Bischofswerda wird in den nächsten Monaten zur Großbaustelle. Anwohner und Autofahrer müssen starke Nerven beweisen. Bis November wird die Hauptstraße mehrfach voll gesperrt.
Besondere Herausforderung sei die geografische Lage der Straße, sagte uns Bürgermeister Jens Glowienka. Da es keine Parallelstraßen gibt, bestehen keine Umleitungsmöglichkeiten im Ort. Insbesondere in den letzten Bauabschnitten müssen Bewohner weitere Wege in Kauf nehmen, um an das andere Ende des Dorfs zu gelangen. Die Bauarbeiten beginnen in diesen Tagen an der Kreuzung zur S111 in Wölkau und rücken dann schrittweise durch das Dorf in Richtung Schmölln weiter.
Als Granitdorf hat die Gemeinde besonderen Wert darauf gelegt, dass in den betroffenen Seitenstraßen das Pflaster erhalten bleibt, erklärte der Bürgermeister weiter. „Demitz-Thumitz hat sich über Jahre als das Granitdorf etabliert. Der Granitabbau hat den Ort über Jahrhunderte geprägt. Das ist das Gepräge hier. Deshalb wollen wir das auch erhalten.“ Markierungen und Radfahrstreifen sollen demnach mit farbigen Pflastersteinen verlegt werden.
Für die Arbeiten investiert der Freistaat insgesamt 2,1 Millionen Euro. Die Wasserversorgung Bischofswerda und der Abwasserzweckverband Klosterberg beteiligen sich an den Kosten mit insgesamt 130.000 Euro. Der Busverkehr wird während der Bauzeit umgeleitet und mit Ersatzhaltestellen gewährleistet. Zum 650-jährigen Dorfjubiläum im September sollen die Arbeiten unterbrochen und die Straße für den Verkehr freigegeben werden.