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Bautzen gibt Nazi-Raubgut zurück

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Die in Bautzen wiederentdeckte Bibliothek der jüdischen Kaufhaus-Dynastie „Hertie“ steht kurz vor der Rückgabe an die Nachkommen.  Über den weiteren Umgang mit der Bibliothek müssten sich fünf Erben einigen. 550 Bücher der einst über 4.500 Bände umfassenden Bibliothek wurden vor mehr als einem Jahr entdeckt. 

Nach der Emigra­tion der Hertie-Waren­haus­in­haber wurden die Bände verstei­gert und verkauft.  1944 erwarb das Reich­sin­nen­mi­nis­te­rium die Biblio­thek. Der Bücher­schatz wurde in den  Außen­depots in Baruth und Dehsa gelagert. Nach Kriegs­ende wurde die Privat­bi­blio­thek als Beutegut in der Sowjet­union vermutet.  Histo­riker stießen erst 2016 auf den Naziraubschatz.