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Bautzen-Gipfel beschließt Maßnahmenpaket

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Die Teilnehmer des Bautzen-Gipfels haben sich am Mittwoch­nach­mittag auf kurz- und langfris­tige Maßnahmen verstän­digt. Damit sollen erneute Ausschrei­tungen zwischen Asylbe­wer­bern und Einhei­mi­schen verhin­dert werden.  Im Mittel­punkt steht dabei die Sicher­heit in der Stadt. So einigten sich  die Gipfel-Teilnehmer darauf, die Regelung für den Kontroll­be­reich um den Kornmarkt um eine Woche bis Anfang Oktober zu verlän­gern.

Wachpo­li­zisten sollen den regulären Strei­fen­dienst verstärken. Außerdem wird eine Sicher­heits­part­ner­schaft zwischen Stadt und Polizei angestrebt – nach dem Vorbild von Görlitz.

Der Bautzener Oberbür­ger­meister Alexander Ahrens kündigte erneut den Einsatz eines Street­worker-Teams an. Als langfris­tiges Projekt sieht der OB einen Jugend­klub. Denn die Angebote des sozio­kul­tu­rellen Zentrums „Stein­haus“ würden nur von einem Teil der Jugend­li­chen angenommen.

 Der Bautzener Landtags­ab­ge­ord­nete Marko Schie­mann, der zu dem Gipfel Landes- und Kommu­nal­po­li­tiker einge­laden hatte, forderte Konzepte für die vielen Langzeit­ar­beits­losen in der Stadt. Das dürfe bei den Integra­ti­ons­be­mü­hungen für die Asylbe­werber nicht aus dem Blick geraten.

Die Polizei führt unter­dessen rund 30 Ermitt­lungs­ver­fahren im Zusam­men­hang mit den Ausschrei­tungen in den letzten Wochen in  Bautzen.

Während die Gipfel-Teilnehmer berieten, suchten Bautzener Stadt­räte gleich nebenan auf dem Kornmarkt, dem Ausgangs­punkt der Krawalle, das Gespräch mit Passanten. Bürger äußerten sich besorgt über die Sicher­heit in der Stadt und über den Schaden, den Bautzen durch die Ausschrei­tungen genommen hat.