Bautzener Alstomwerker fordern Zukunftsvertrag
Rund 300 Beschäftigte von Alstom sind am Vormittag in einen knapp einstündigen Warnstreik getreten. Sie forderten eine Zukunftsvereinbarung und ein Tarifangebot. Es geht u.a. um vier Prozent mehr Geld in den laufenden Tarifverhandlungen. „Wir haben eine gute Beschäftigung. Deshalb sollen die Kollegen auch mehr Geld bekommen. Gibt es aber mal Probleme, dann können die vier Prozent zum Ausgleich genommen werden, so Betriebsratschef Gerd Kaczmarek.
Ostsachsen-IG-Metall-Chef Jan Otto forderte eine Zukunftsvereinbarung für die Beschäftigten in Bautzen, aber auch für die anderen Alstom-Werke in Deutschland. “Wir haben keine Lust mehr, immer hinten die Abwehr zu übernehmen. Wir wollen jetzt vorne mitsprechen. Das muss aber auf Augenhöhe passieren.„
Am Alstom-Standort in Bautzen sind rund 1.000 Beschäftigte tätig. Das Werk ist bis Ende 2022 ausgelastet. Aber wie sieht es aus mit Folgeaufträgen? “Wir erwarten von Alstom, dass sie sich mit uns an einen Tisch setzen, dass wir gemeinsam auch an die Politik herantreten und für eine Zukunft für alle Beschäftigten kämpfen.„
Die Arbeitgeber haben bislang kein Tarifangebot vorgelegt. Der Druck soll verstärkt werden. Kommende Woche sind zeitgleich Warnstreiks bei Alstom in Bautzen und Görlitz geplant.